Unternehmer in München
Gute Unternehmen entstehen nicht auf Folien. Sondern in der Umsetzung.
Mit 15 habe ich mein erstes Gewerbe angemeldet und seitdem eigentlich nie wieder aufgehört, Dinge zu bauen. Zuletzt sieben Jahre lang einen IT-Dienstleister: übernommen, saniert, aufgebaut, fusioniert, verkauft.
- Ort
- München, aufgewachsen am Tegernsee
- Heute
- Beteiligungen, Nachfolge, künstliche Intelligenz
- Davor
- Geschäftsführer und Mitgesellschafter, 2019 bis 2026
Über mich
01Warum Unternehmertum.
Mich hat das immer angezogen: etwas aufbauen, das vorher nicht da war, und dabei selbst entscheiden, wie es läuft. Nicht fremdbestimmt sein. Das klingt pathetischer, als es gemeint ist. Mir geht es weniger um Freiheit im großen Sinn als darum, morgens zu wissen, dass die Richtung meine eigene war.
Angefangen hat das mit 15. Ich habe Webseiten gemacht, Visitenkarten, kompletten Außenauftritt, überwiegend für Leute aus der Filmbranche. Rückblickend hätte man daraus etwas Größeres bauen können. Der Markt war da und ich war früh dran. Ich habe es nicht weiterverfolgt und bereue das trotzdem nicht, denn alles, was danach kam, hat mich dahin gebracht, wo ich heute stehe.
Was aus der Zeit geblieben ist: Außenwirkung ist kein Beiwerk. Wie eine Firma auftritt, entscheidet mit darüber, ob ihr jemand zutraut, was sie kann.
Werdegang
02Wie es gelaufen ist.
Erstes eigenes Gewerbe
Mit 15 angemeldet. Reeldesign, Grafik, Webseiten und Außenauftritt, überwiegend für die Filmbranche. Danach Medienfachwirt Digital.
Vertrieb, dann Führung
B2B-Vertrieb, später Führungsverantwortung. Parallel das Studium an der Steinbeis School of Management and Innovation und Creative Leadership bei den Kaospiloten in Dänemark.
Übernahme und Sanierung
Ich übernehme einen IT-Dienstleister, der in Schieflage ist. Restrukturierung ab dem ersten Tag, danach Aufbau. Aus fünf Mitarbeitenden werden 25, aus einer negativen Marge rund 20 Prozent EBIT.
Teil einer Gruppe
Integration in die VALLEY IT GROUP. Ich werde Mitgesellschafter der Gruppe und bleibe operativ für mein eigenes Unternehmen verantwortlich, eines der kleineren innerhalb der Gruppe.
Fusion
Zusammenschluss mit einem Schwesterunternehmen. Zwei Organisationen, zwei Kulturen, ein Betrieb. Fachlich der schwierigste Teil der ganzen sieben Jahre.
Verkauf
Die Gruppe wird verkauft. Ein sauberer Schnitt und seitdem Zeit, die Erfahrungen zu sortieren, statt sie nur zu sammeln.
Zur Einordnung: Die Gruppe kam zuletzt auf über 650 Mitarbeitende. Mitgesellschafter war ich für die Gruppe, operativ verantwortlich für eines der kleineren Unternehmen darin. Aufgebaut hat das ein Team, nicht ich allein.
Heute
03Woran ich gerade arbeite.
Beteiligungen und Nachfolge
Gegründet 2021. Ich beteilige mich an IT-Unternehmen im Mittelstand, meist dort, wo eine Nachfolge ansteht, und arbeite danach mit, statt nur Anteile zu halten.
Senior Advisor
Mitgesellschafter und Berater der Gruppe, in der mein eigenes Unternehmen aufgegangen ist.
Nachhaltigkeit im Mittelstand
Mitgesellschafter. Wir helfen Zulieferern dabei, die Nachhaltigkeitsanforderungen ihrer Kunden zu erfüllen, ohne daraus ein Großprojekt zu machen.
Haltung
04Womit ich mich beschäftige, wenn gerade nichts brennt.
Wie es hier weitergeht
Vieles in diesem Land läuft auf Strukturen, die seit Jahrzehnten nicht angefasst wurden. Gleichzeitig ist die Stimmung so polarisiert, dass sachliche Debatten selten geworden sind. Beides zusammen führt dazu, dass wenig passiert. Ich gehöre keiner Partei an und will auch keiner angehören. Mich interessiert die Frage dahinter: Was müsste sich konkret ändern, und was können Unternehmer selbst beitragen, statt auf Politik zu warten.
Warum gute Firmen keine Nachfolge finden
An der Substanz liegt es selten. Häufiger daran, dass die Firma ohne den Inhaber nicht läuft. Daran kann man arbeiten, Jahre bevor ein Verkauf überhaupt zur Debatte steht. Für mich ist das eines der unterschätzten Themen im Mittelstand.
Was KI und Automation im Alltag wirklich leisten
Zwischen einer Demo und dem laufenden Betrieb liegen Welten. Mich interessiert, was nach drei Monaten noch benutzt wird. Ich automatisiere seit Jahren eigene Abläufe und teste neue Werkzeuge an echter Arbeit, nicht in Präsentationen.
Wann eine Firma fertig gebaut ist
Umsatz zu machen ist vergleichsweise einfach. Eine Organisation hinzustellen, die auch weiterläuft, wenn der Chef vier Wochen weg ist, ist die eigentliche Arbeit. Ich habe beide Zustände erlebt und weiß inzwischen, welcher zählt.
Persönlich
05Außerhalb der Firmen.
Ich lebe mit meiner Partnerin und unserem Sohn in München. Die Nachmittage gehören meistens der Familie. Das ist kein Zugeständnis, sondern der Grund, warum ich meine Arbeit so organisiere, wie ich sie organisiere.
Aufgewachsen bin ich am Tegernsee. Ich bin gern draußen, in den Bergen, bei fast jedem Wetter. Mannschaftssport hat mich immer begleitet, Fußball und Eishockey vor allem. Was mir daran gefällt, gilt auch im Betrieb: Einzelne gewinnen selten etwas allein.
Den Rest der Zeit beschäftige ich mich mit Technologie. Ich baue mir Automatisierungen für Dinge, die mich nerven, probiere aus, was KI im Arbeitsalltag taugt, und lese mich in die Themen von weiter oben ein.
Kontakt
Schreiben Sie mir gern.
Ob Nachfolge, Beteiligung, ein Thema von dieser Seite oder einfach eine zweite Meinung: Ich lese alles selbst und antworte auch selbst.